Die richtige Matratze ist Gold wert!

Matratzen zum schlafen

S. Hofschlaeger / pixelio.de

Matratzen erhält der Kunde heute in zahlreichen Verkaufsstellen. Es existieren Versandhäuser mit entsprechenden Abteilungen, spezialisierte Naturwarengeschäfte, Futonläden, Gesundheits-Matratzen-Shops und Matratzendiscounter. Hin und wieder sieht man jemanden mit einer Matratze aus einem Lebensmitteldiscounter oder Kaffeeröster kommen. Früher oder später erhebt sich die Frage: Wie gut sind die verschiedenen Matratzenarten, gibt es interessante Testurteile, die die Kaufentscheidung beeinflussen können und welchen Kriterien folgen sie.

Was definiert Matratzenqualität?

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Nicht immer schneiden nämlich Discounter-Matratzen im Matratzen Test schlecht ab. Interessant ist aber die Frage, bei welchem Testinstitut die Schlafunterlage getestet wurde und nach welchen Kriterien. Öko-Hersteller oder Anbieter von orthopädisch sinnvollen Gesundheitsprodukten legen beispielsweise ganz andere Kriterien an als der normale Handel. Selbst die von Ökotest oder der Stiftung Warentest getesteten Waren werden wegen des Kriterienkatalogs der Tester zuweilen kritisch beurteilt. Wie gut kann also ein Matratzen Test sein? Legt man Wert auf getestete Qualität, kann man für sich Kriterien festlegen, worauf man bei einer Matratze gesteigerten Wert legt. Beispielsweise möchten manche Käufer eine schadstofffreie Winter- und eine Sommerseite haben, andere suchen eine metallfreie Matratze aus reinen Naturmaterialien, einer dritten Käufergruppe kommt es auf hohe Belastbarkeit und Punktelastizität sowie einen möglichst günstigen Preis an. Es macht wenig Sinn, die Testurteile darauf hin anzusehen. Viel sinnvoller ist es, gleich gezielt nach einer Matratze zu suchen, die den eigenen Vorstellungen entspricht und dann zu prüfen, ob es darunter getestete Exemplare gibt. Im zweiten Schritt kann man dann beispielsweise den Test der Stiftung Warentest nachlesen und die Testkriterien abfragen.

Wie gut sind Matratzentests?

Ein Matratzen Test muss aber nicht notwendigerweise die Kriterien berühren, die man selbst zu Grunde gelegt hat. Beispielsweise wird in einem Matratzentest kaum je die Frage berücksichtigt, ob man Rücken- oder Seitenschläfer ist, Übergewicht hat oder nicht. Es geht mehr um allgemeine Liegeeigenschaften, um Materialeigenschaften und um die Haltbarkeit, um Schadstoffbelastungen, spezielle Hygienevorkehrungen und um Verpackungen. Interessant ist auch, wie viele Matratzen überhaupt getestet wurden. Oftmals werden nur wenige Modelle in einem speziellen Härtegrad getestet. Die Testergebnisse treffen folglich für höhere oder niedrigere Härtegrade nicht unbedingt zu. Möchte man getestete Matratzen kaufen, sollte man daher die Testurteile genau studieren, um auch das getestete Modell zu erhalten. Das Testurteil der Stiftung Warentest wird von den Verkaufsstellen meist als Werbemittel verwendet. Es sagt allerdings nicht allzu viel über die im Test angewendeten Kriterien aus. Mancher Käufer verlässt sich trotzdem allein auf die gute Testnote und hinterfragt die Testkriterien nicht weiter.

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